sezuan
Ich bin in einer direkten Umgebung aufgewachsen, die zwar nicht ohne Spannungen war, aber sich dadurch ausgezeichnet hat, daß ich die nahe Umwelt vor allem wahrgenommen habe als ein Netzwerk von Leuten, die mir helfen wollen. Zum Teil mußte ich mich geradezu davon abgrenzen, ich liebe es, alles "allein" und "selber" hinzukriegen, und ich bin sicher trotzdem weniger selbständig, als ich glaube.
Aber es hat auch dazu geführt, daß mein Gefühl gegenüber der Welt, solang sie mich nicht aktiv angreift, eigentlich ein solidarisches ist, und von dem Wunsch erfüllt, etwas zurückzugeben. Und daß ich häufig eins auf die Nase kriege, weil ich ausgenutzt oder übers Ohr gehauen werde in meiner Naivität. Aber mindestens genauso oft kriege ich etwas zurück, weniger materiell, sondern mehr in dem Gefühl, ich könnte im Notfall fast alle Leute in meinem Adressbuch anrufen und sie um Geld, einen Schlafplatz oder Trost bitten. Was ich noch nie gemacht habe.
Der MannTM kommt aus einer Umgebung, in der er von Geburt an um sein Existenzrecht, seinen Platz und seinen Lebenraum kämpfen mußte. Und aus einem Land, in dem man die dreckigen Schuhe nicht vor die Tür stellt, aus Angst, sie werden gestoheln (und sie werden wirklich gestohlen!). Das alles prägt erheblich.
Das bringt einfach manchmal Situationen hervor, in denen ich seine Ablehnung, anderen zuliebe auch mal Nachteile in Kauf zu nehmen, erschreckend finde. Andersrum hab ich schon so oft Stunden oder viel Geld für andere geopfert, denen das Bitten viel leichter fällt als mir, die also mit dieser Resource wenig verantwortungsbewußt umgehen.
Ich denke, gemeinsam kommen wir auf einen guten Mittelweg aus Selbstschutz und Hilfsbereitschaft, aber das Finden dieses Wegs ist immer wieder von ...interessanten... Konflikten geprägt.
Aber es hat auch dazu geführt, daß mein Gefühl gegenüber der Welt, solang sie mich nicht aktiv angreift, eigentlich ein solidarisches ist, und von dem Wunsch erfüllt, etwas zurückzugeben. Und daß ich häufig eins auf die Nase kriege, weil ich ausgenutzt oder übers Ohr gehauen werde in meiner Naivität. Aber mindestens genauso oft kriege ich etwas zurück, weniger materiell, sondern mehr in dem Gefühl, ich könnte im Notfall fast alle Leute in meinem Adressbuch anrufen und sie um Geld, einen Schlafplatz oder Trost bitten. Was ich noch nie gemacht habe.
Der MannTM kommt aus einer Umgebung, in der er von Geburt an um sein Existenzrecht, seinen Platz und seinen Lebenraum kämpfen mußte. Und aus einem Land, in dem man die dreckigen Schuhe nicht vor die Tür stellt, aus Angst, sie werden gestoheln (und sie werden wirklich gestohlen!). Das alles prägt erheblich.
Das bringt einfach manchmal Situationen hervor, in denen ich seine Ablehnung, anderen zuliebe auch mal Nachteile in Kauf zu nehmen, erschreckend finde. Andersrum hab ich schon so oft Stunden oder viel Geld für andere geopfert, denen das Bitten viel leichter fällt als mir, die also mit dieser Resource wenig verantwortungsbewußt umgehen.
Ich denke, gemeinsam kommen wir auf einen guten Mittelweg aus Selbstschutz und Hilfsbereitschaft, aber das Finden dieses Wegs ist immer wieder von ...interessanten... Konflikten geprägt.
madove - 4. Aug, 20:31